Metallic statt Uni
Weißmetallic statt Uniweiß. Das ist der Unterschied des neuen Mercedes-AMG C 63 W204 von GT Spirit zum ersten Modell. Wahrlich kein großer Unterschied, aber für so manchen Fan bedeutet er die Welt. GT Spirit wird schon wissen, was zu tun ist, um Varianten eines Themas unter die Leut’ zu bringen. Die 2007er AMG-C-Klasse kennen wir gut, GT Spirit machte einen prima Job. Der Mysticweiße allerdings war doch nicht das gleiche Auto wie der Neue in Diamandweiß Metallic, sondern ein Fahrzeug nach der 2011er Modellpflege. Der Diamantene ist die Urversion von 2007. Und der erschien vor genau einem Jahr in Irdiumsilber, er wurde 2200 Mal aufgelegt, vom Weißmetallicfarbenen existieren nur 999 Exemplare. Offenbar haben die 2200 Silberlinge nicht gereicht, die Nachfrage war immer noch da, GT Spirit legte nach und variierte ein wenig, von Irdiumsilber zu Diamandweiß Metallic, beide Male innen schwarz.
In der dritten C-Klasse trug die AMG-Version einen V8 mit 457 PS aus 6,3 Litern unter der Haube, ab 2009 waren im Performance-Plus-Paket 30 Mehr-PS erhältlich. Damals faszinierend viel, in heutigen Elektrozeiten nimmt man eine Leistung unter 500 PS zur Kenntnis, thematisiert sie aber nicht – zumindest nicht in AMG-Regionen. GT Spirit hat die Performance-Kompaktlimousine makellos miniaturisiert, und fast schon erfrischend ist, dass wir die Farbe der Bremssättel nicht erwähnen müssen. Die sind nämlich nur silbern. Nach wie vor eine Freude an GT-Spirit-Modellen sind die Winzdetails wie chromglänzende, aber schwarz ausgelegte Schriftzüge an den Vorderkotflügeln oder Felgen nicht nur mit Ventilen, sondern auch mit angedeutetem Wuchtblei – das bei Personenwagen nicht mehr aus Blei ist, sondern aus Zink oder Stahl, aber umgangssprachlich immer noch „Auswuchtblei“ heißt.
afs



Modellfotos: bat
Steckbrief:
GT Spirit GT928 Mercedes-AMG C 63 W204 2007 weißmetallic. Fertigmodell Resine, Maßstab 1:18. Auflage 999 Exemplare. Preis ca. 110 Euro.