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News 1:18 Minichamps BMW M4 (G82) Facelift und M4 CSL

Der bayerische Porsche

Die legendären drei Buchstaben CSL sind zurück und werden von Minichamps miniaturisiert. Neben dem BMW M4 CSL erscheint auch der leicht gefaceliftete M4 mit neuen Scheinwerfern. Der auf 1000 Stück limitierte CSL war ratzfatz ausverkauft. Das Minichamps-Modell steht beim Händler.

Unvergleichlich sind sie zwar, aber nicht unvergleichbar – der legendäre Elfer und der BMW M4, wobei der Elfer freilich ein Drittel mehr kostet. Und je nach Fanblock muss der Motor hinten oder vorne sein. Aber 480 PS haben beide, der M4 ebenso wie der Elfer als Carrera S. Der BMW, um uns auf dessen Seite zu schlagen, ist handgeschaltet, mit einer „ganz normalen“ Knüppelschaltung zwischen den Sitzen, er ist nah am Menschen, macht Theater, ist jünger als der Porsche und er ist facharbeitergeeignet. Er will und braucht eine Hand, die zupacken kann. Den M4 fährt man stets mit beiden Händen, und sein Lenkrad mit 12-Uhr-Markierung ist nicht rund. Der Reihensechser ist Legende, und driften lässt es sich mit dem M4 gar wunnebar – so man das kann. Der typische M4-Fahrer sollte es können.

Das Minichamps-BMW-Thermometer legt zu, geht ins Fieberhafte. Nicht nur Grundmodelle und deren Varianten, auch Facelifts werden miniaturisiert, selbst wenn dieselben selbst nur Miniaturen sind. Der aktuelle M4 in 1:18 ist da, als M4 und als M4 CSL, die Version nach der kleinen Modellpflege vom Januar 2024, die sich optisch letztlich auf neu gestaltete Scheinwerfer beschränkt, innen ein paar Kleinigkeiten. Den CSL gibt es nicht in Facelift-Version, seine 1000er-Auflage 2022 war binnen Kurzem ausverkauft. Für die BMW-Afficionados ist der Facelift-M4 ein neues Auto, sie benötigen ihn in 1:18. BMW ist hinterher, alles zu miniaturisieren, Minichamps ist gut im Geschäft mit den Bayern. Denn Minichamps liefert gute Ware, BMW vertreibt Industrie- und Minichamps selbst Fachhandelsmodelle in unterschiedlichen Farben. Rot (Torontorot Metallic) und Schwarz (Saphirschwarz Metallic) haben wir uns ausgesucht, einen roten M4 und einen schwarzen CSL. Der Rote trägt innen viel Schwarz und rote Sitzflächen sowie Akzente, der Schwarze trägt innen viel Carbon und ganz wenige rote Akzente. Aber er trägt rote Kriegsbemalung auf der Karosserie. Beide haben natürlich Carbondächer, die Minichamps hervorragend umsetzt, und der CSL schwelgt innseitig geradezu in Carbon. Teppichboden innen und im Kofferraum sind obligatorisch, eigentlich nicht erwähnenswert. Die Detaillierung ist typisch – typisch für ein Minichamps-Modell der aufwendigen Art und typisch für ein Industriemodell. Selbst Nietenzähler gehen bei der Fehlersuche leer aus.

Der CSL, die Sportversion, ist im Prinzip das gleiche Auto wie der M4 ohne Namenszusatz. Aber die Details sind vorbildentsprechend anders: keine Rücksitzbank, dafür ein Netz, unter das Minichamps zwei Helme klemmte, innen die M-Carbon-Schalensitze und mehr Carbon, andere Felgen, veränderte Rückleuchten („Laser-Rücklichter“) und natürlich die Dekoration. Die ist voll auf Angriff, reichlich aggressiv, aber so mögen es die M4-Ultras.

Austoben können sich die Formenbauer überall, nur nicht im Motorraum, der eigentlich die DNS eines BMW sein sollte, aber so öde und dröge aussieht, wie jeder moderne Ottomotorraum. Einzig die silbernen Karosserieverstärkungsstreben in CSL sind sehenswert, ansonsten ein paar Drucke, „BMW Power“ ist zu lesen, das „M“-Zeichen zu sehen. Klasse sind die Haubenscharniere, welche die originale Öffnungskinematik reproduzieren. Aber das ist nicht neu, alle jüngst erschienenen, modernen Minichamps-BMW profitieren davon. Dennoch ist es jedes Mal aufs Neue nett. Man öffnet ihretwegen die Haube häufiger, als man sie öffnen würde, um nur den Motor zu betrachten. Unten am Bauch erkennen wir keine Unterschiede zwischen M4 und M4 CSL, außer dass ersterer eine silberne und der CSL eine schwarze Auspuffanlage aufweist. Es müsste einen Unterschied geben, denn der M4 ist allrad-, der CSL nur heckgetrieben. Aber wir entdecken überhaupt keine Kardanwelle. Dafür unterschiedliche Felgen, die Serien-M4-18/19-Zöller in Glanzschwarz auf dem Roten, der CSL hat vorne 19 und hinten 20 Zoll in Mattschwarz und ist im Vorbild vorne um 8 mm tiefergelegt. Die beiden Modelle hingegen haben denselben „Stance“.

Weitere Farben des Modells neben unseren Fotomustern: M4 verfügbar in Schwarzmetallic, avisiert in Grünmetallic; M4 CSL verfügbar in Mattgrünmetallic und in Weiß. Angekündigt ist der 2024er M4 auch als Cabriolet und natürlich als GT3-Renner. Nach wie vor lieferbar ist das 2021er Modell als Coupé und Cabriolet.

afs

Rot und Schwarz, M4 und M4 CSL von Minichamps. Pure Faszination für die BMW-Jünger, viel Adrenalin, steroidbeladen. Der CSL schafft die Nordschleife in 7:20,207 Minuten, das aktuell schnellste BMW-Serienfahrzeug, schneller als ein Ferrari 488 GTB.
Modellfotos: bat
…und kein Jota wird vergessen: So sieht ein CSL-Innenraum aus, in 1:1 wie in 1:18. Carbon allüberall. Minichamps tobte sich aus, ja, carbonte sich aus.

Steckbrief:

Minichamps 110020140 BMW M4 (G82) 2024 rotmetallic und 110023021 BMW M4 (G82) CSL 2022 schwarzmetallic. Fertigmodelle Zinkdruckguss, Maßstab 1:18. UVP je 209,95 Euro.