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News 1:18 Norev Volkswagen Golf I Cabriolet Quartett 1992

VW spielt Quartett. Norev spielt mit

Vier Außenlackierungen, vier Interieurfarben, vier Verdeckfarben und die Möglichkeit, alles mit allem zu kombinieren. So spielte Volkswagen im Sommer 1986 Quartett. Norev bringt sein Golf Cabriolet nun als Sondermodell Quartett und entschied sich dabei nicht für eine wilde, sondern für eine seriöse Komposition.

„Wie der Wind so frei. Wie die Phantasie so farbig“, werbetextete Volkswagen im Prospekt des Golf-Cabriolet-Sondermodells Quartett vom Juli 1986. So individuell ließ sich ein Cabriolet zuvor wohl kaum konfigurieren, und die Kunden hatten ihre helle Freude daran. Nicht alle Kombinationen waren geschmackvoll, manche waren nur wild, aber durch die 64 Möglichkeiten (4³ = 64) glich kaum ein Golf Cabriolet Quartett dem anderen. Diese Individualität und dieses Spielen bereitete den Kunden Spaß: Außen Alpinweiß, Paprikarot, Heliosblaumetallic und Saphirmetallic, dazu die Verdeckstoffe Alpinweiß, Paprikarot, Atollblau und Taubengrau, verbunden mit den Innenausstattungen Laskyweiß/Hermelin, Karminrot, Mauritiusblau und Taubengrau – und das ließ sich wild kombinieren, ein-, zwei- oder dreifarbig.

Darüber hinaus bestach das Sonder-Cabriolet durch ein paar zusätzliche Features, die einem jeden Sondermodell zu eigen sind, (partiell) farblich auf die Wagenfarbe abgestimmte Alus des Typs Avus mit 185/60 R 14-Reifen, Stoßfänger, Außenspiegel und Kotflügelverbreiterungen in Karosseriefarbe, Sportlenkrad, Drehzahlmesser, Sportsitze mit Stoffsitzbezug namens Quartett-Würfel, Mittelkonsole. Motorisch bestand ebenfalls Auswahl, die meisten Kunden dürften den 1,8-Liter-Einspritzer mit 112 PS gewählt haben. Der Quartett tanzte es nicht nur während eines Sommers, er war sechs Jahre lang erhältlich, von Modelljahr 1987 bis 1992, und machte in dieser Zeit die (bescheidene) Evolution des Golf Cabriolets in seinen letzten Jahren mit. Die ersten Quartett waren noch Modelle vor dem großen Facelift, das dem Cabriolet ab Mai 1987 einen Rundum-Spoilersatz mit integrierten Stoßfängern bescherte. So bezeichnet Norev seinen Quartett als Modelljahr 1992, es könnte aber genauso gut ein 1988er oder alles dazwischen sein.

Der Quartett verfügt, untypisch für ein Sondermodell, über keine aufgeklebten Logos, Streifen oder Graphiken. Seine Farbe ist auffällig genug. Nicht beim Norev-Modell, das Heliosblaumetallic mit atollblauer Innenausstattung kombiniert und somit eher distinguiert als krachig wirkt. Die Verdeckfarbe sehen wir nicht, nur jene der Persenning, und die ist schwarz. Die Verbreiterungen, Spiegel und Stoßfänger sind in Wagenfarbe, die Avus-Felgen teilweise auch – Norev hat alles korrekt umgesetzt. Besonders nett ist die Innenausstattung mit hübsch dekorierten Stoffpartien (Sitzflächen sowie Seitenverkleidungen). Ansonsten ist das Golf Cabriolet ein alter Bekannter mit altbekannten Tugenden – zu denen der Lenkeinschlag nicht gehört. Das Modell ist lenkbar konstruiert. Zumindest unser Exemplar hat dazu allerdings überhaupt keine Lust.

afs

Eine von 64 Kombinationen wählte Norev aus, Heliosblaumetallic außen und Atollblau innen – eigentlich kein typischer Quartett, den man sich eher in Rot mit blauem Interieur und weißem Dach vorstellt oder in Weiß mit roter Innenausstattung und blauer Mütze.
Modellfotos: bat
Das typische, kastenförmige Golf-I-Armaturenbrett, und gut zu sehen ist der dunkelblaue Teppichboden. Von den Sitzflächen sieht man nichts auf dem Foto. Der Überrollbügel ist dem Objektiv im Weg, er ist immer im Weg, selbst bei Modellautos, in deren Inneres hineinfotografiert werden soll.

Steckbrief:

Norev 188628 Volkswagen Golf I Cabriolet (Karmann) Quartett 1992. Fertigmodell Zinkdruckguss, Maßstab 1:18. UVP 75 Euro.