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News 1:87 Minichamps – Erste Neuheiten 2025

Gute Beziehungen zwischen Aachen und Bologna

Sucht man auf Google nach einem thematischen Bezug zwischen Aachen und Italien, so erhält man ausschließlich Empfehlungen von italienischen Restaurants. Woher kommt dann die Affinität von Minichamps zu Modellen nach italienischen Vorbildern? Es kann also nur das faszinierende Design und das Renommee der Autobauer sein, das die Aachener Modellentwickler einfach fesselt. So sind im Maßstab 1:87 aktuell drei weitere kleine Italiener erschienen, zwei Lamborghini und ein Maserati.

Ein tolles italienisches Trio, das auch uns Germanen zu erfreuen vermag. Maserati Ghibli Spider, Lamborghini Urraco und Countach LP400.
Modellfotos: kr

Wie bei anderen Lamborghini-Sportwagen hat auch die Bezeichnung „Urraco“ ihren Ursprung in einer spanischen Kampfstierrasse. Das Mittelmotorcoupé, angetrieben von einem Achtzylindermotor aus Aluminium, wurde von 1973 bis 1979 produziert. Der Urraco ergänzte das Programm von Lamborghini nach unten. Es gab zunächst den P250 mit 220 PS aus 2,8 Litern Hubraum. Vorbild des Minichamps-Modells dürfte der P300 (3 Liter Hubraum, 265 PS) sein, der 1974 auf dem Turiner Automobilsalon präsentiert wurde. Gleichzeitig erschien eine Zweiliter-Version mit 182 PS für den italienischen Markt, dessen Mehrwertsteuersatz nur 17 statt 38 Prozent betrug (Umgehung der Luxussteuer). Um kostengünstig produzieren zu können, wurden einige Teile von Fiat-Serienfahrzeugen verwendet, so die Rückleuchten, Türgriffe und Schlösser. Minichamps hat, wie nicht anders zu erwarten, die Linienführung des Vorbilds perfekt nachgezeichnet und bietet das Modell in vier Farbversionen an.

Das Vorbildfahrzeug war ein absoluter Misserfolg, nur 674 Exemplare des Lamborghini Urraco wurden hergestellt, und das in sieben Jahren. Grund waren ernsthafte Kinderkrankheiten und der Erfolg des (Ferrari) Dino 246 GT. Im Gegensatz dazu dürfte die verkaufte Stückzahl des Minichamps-Modells deutlich höher liegen.
Verantwortlich für die Karosseriegestaltung war Marcello Gandini bei Bertone. Jedoch waren die Proportionen nicht gerade ausgewogen, dem Mittelmotorlayout war’s geschuldet, und dann auch noch die Auslegung als 2+2-Sitzer, was zu einem kurzen Frontbereich und einer lang gestreckten Karosserie führte. Dies ist uns Modellautosammler egal, denn Minichamps hat den Urraco vorbildgerecht verkleinert.

Steckbrief:

Minichamps 870103320 Lamborghini Urraco 1974. Karosserie schwarz. IA schwarz. 870103321 dito rot. 870103322 dito braunmetallic. 870103324 dito blaumetallic. UVP 24,95 €.

Zur Abwechslung war beim Lamborghini Countach keine spanische Stierrasse Namensgeber. Countach ist im piemontesischen Sprachgebrauch ein Ausdruck des Erstaunens und der Bewunderung. Auch der Lamborghini Countach besaß einen Mittelmotor, war aber als Zweisitzer konzipiert. Seine erste Vorstellung erfolgte 1973 auf dem Genfer Auto-Salon, ausgeliefert wurde er allerdings erst im April 1974. Von 1974 bis 1990 verließen ungefähr 2000 Serienfahrzeuge die Werkhallen. Der Countach, sicherlich ein Meilenstein in der Historie von Lamborghini, sicherte das finanzielle Überleben der Marke in schwierigen Zeiten und war stilprägend für viele der folgenden Coupés von Lamborghini.

Vier typische Farben des Lamborghini Countach bietet Minichamps den Sammlern an. Vorbild ist die erste Version des Fahrzeugs von 1974 bis 1978, als LP 400 bezeichnet, ausgestattet mit einem V12-Motor mit einer Leistung von 375 PS.
Die konsequente Gestaltung der Karosserie, bei der der vordere Bereich ansatzlos in die sehr flache Windschutzscheibe und das ebenfalls flache Heck übergeht, stammt ebenso wie beim Urraco vom Bertone-Chefdesigner Marcello Gandini. Auch hier hat Minichamps bei der Umsetzung in den H0-Maßstab ganze Arbeit geleistet.

Steckbrief:

Minichamps 870103120 Lamborghini Countach LP 400 1974. Karosserie rot. IA schwarz. 870103121 dito gelb. 870103122 dito weiß. 870103124 dito orange. UVP 24,95 €.

Im Minichamps-Bericht vom 2. Februar 2025 haben wir Ihnen das Modell des Maserati Ghibli Coupés vorgestellt. Nun haben die Aachener auch die Spider-Version nachgeschoben. Es ist fast müßig zu erwähnen, dass auch bei dieser Miniatur alles passt. Nachgebildet ist die frühe Version vor 1968 ohne Stoßstangenhörner und ohne die beiden Lufteinlässe in der Motorhaube.

kr

Vier knallige Farben sorgen für eine Qual bei der Wahl. Das Modell in Hellgrünmetallic ist der absolute Favorit des Verfassers, zudem findet er Cabriolets sowieso toll. Nette Koinzidenz: In demselben Hellgrünmetallic lancierte KK-Scale ebenfalls einen Ghibli Spider in 1:18.
Von 1966 bis 1973 wurden nur 125 Spider hergestellt. Etwas schade ist, dass die Inneneinrichtungen bei Minichamps fast immer in Schwarz gehalten sind. Da kommen die Feinheiten nicht zu der Geltung, die sie verdient hätten.

Steckbrief:

Minichamps 870123030 Maserati Ghibli Spider 1969. Karosserie silbermetallic. IA schwarz. 870123031 dito gelb. 870123032 dito blaumetallic. 870123034 dito hellgrünmetallic. UVP 24,95 €.