Spielwarenmesse

Spielwarenmesse 2026: Wiking Neuheitenvorstellungen

So weit die Füße tragen

Der Weg von der Modellauto- und Modellbahnhalle 7 zur Halle 12, wo die Daueraussteller der Spielwarenmesse sind, ist ein sehr langer. Vorbei an Hallen mit Faschingsartikeln, Feuerwerk und Spielzeug aller Art ist das Ziel der Stand der Firma Siku, auf dem auch Wiking seinen Platz gefunden hat und in einer Vitrine seine 2026er Neuheiten präsentierte. Neben den neuen Ankündigungen für dieses Jahr zeigte Wiking Muster der Neuheiten des vergangenen Jahres, teilweise schon aus fast fertigen Stahlformen.

Gehen wir chronologisch vor und starten mit den Rückständen aus dem Jahr 2025. Nicht auf der diesjährigen Spielwarenmesse vertreten war der Henschel HS 140 als zweiachsiger Lastwagen, das Modell wird aber in der ersten Jahreshälfte lieferbar sein. Näheres dazu findet der Wiking-Freund im Wiking-Magazin 2026, das mit den Februar-Neuheiten erscheinen wird. Die wichtigsten Neuheiten von 2025 standen als Muster in der Vitrine, die Citroën Kastenente, der Toyota Land Cruiser und die Piaggio Ape. Die 2CV Fourgonnette wird mit runden und eckigen Scheinwerfern (also vor/nach 1974) sowie mit und ohne Fenster im Kastenaufbau in den Handel kommen. Die ersten Muster des Toyota Land Cruiser standen in zwei Farben auf dem Messestand (natürlich in 1:87). Manche unverbesserlichen „Wiking-Experten“ nahmen diese frühen und farblich unverbindlichen Abspritzungen zum Anlass, diese sofort mit Ü-Ei-Modellen zu vergleichen. Noch nicht ganz fertig gestellt ist der Formenbau für die Piaggio Ape, aber zur Freude vieler wird neben einer Version mit Kastenaufbau auch ein kleiner Kipper realisiert werden. Auch von den Umbau-Cabriolets gibt es Neues zu vermelden, denn Wiking präsentierte vier lackierte Miniaturen. Für die Modelle wurden neue Windschutzscheiben entwickelt, Verdecke und Inneneinrichtungen entstammen vorhandenen Wiking-Modellen. Das Cabriolet auf der Basis des Mercedes 350 SL ist zurückgestellt, da ein vorbildgerechtes Modell noch Formanpassungen an Inneneinrichtung und Verdeck benötigt. Stattdessen nahmen die Lüdenscheider Modellbauer ein DKW Junior Cabriolet mit ins Programm. Die Auslieferung der offenen Personenwagen ist ab Frühjahr 2025 vorgesehen. Bleibt noch der Baustellenkipper auf der Basis des schweren Mercedes Kurzhauber, hier stand noch der Silberling in der Vitrine. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass hier ein detailliertes Fahrgestell zur Ausführung kommt, allerdings erst im zweiten Halbjahr.

Das eigentlich Neue: Die 2026er Wiking-Novitäten

Eine interessante Mischung kündigt Wiking für 2026 an, wobei einige Modelle sicher erst im folgenden Jahr erscheinen werden. Zur Überraschung vieler Modellautofreunde werden Miniaturen nach Vorbildern des Lancia Delta, des Hummer H1 und des VW T3 Westfalia Wohnmobils kommen. Beim Lancia Delta sind sowohl zivile wie auch Rennsport-Versionen geplant, letztere sogar mit Überrollkäfig. Der Hummer H1 ergänzt die Reihe der Geländewagen im Wiking-Programm, mit geschlossenem Aufbau und auch mit Pritsche. Das dritte Modell im Bunde setzt die mit dem VW T2 begonnene Serie an Westfalia-Wohnmobilen fort. Für das bekannte Modell wird ein neues Aufstelldach entwickelt, dieses in hochgefahrener wie in geschlossener Ausführung. Auch drei weitere Cabriolets sind in Vorbereitung, auf der Basis des VW 1600 Stufenheck, des Opel Ascona B sowie DKW F89. Dem Mercedes Kurzhauber stehen als neue Sattelzugmaschine viele Möglichkeiten offen, er kann etliche Auflieger aus dem Wiking-Fundus ziehen. Eine sehr gute Idee! Ebenfalls begrüßenswert ist die Entwicklung eines zweiachsigen Fahrgestells für den Mercedes Pullman-Lastwagen, auf das die vorhandene Pritsche gesetzt werden kann. Bei den Lastwagen bleibt sich Wiking in seinem Weg treu, neue Fahrerhäuser so zu entwickeln, dass vorhandene Aufbauten maßstäblich passend verwendet werden können.

Ausblick auf die Februar-Neuheiten 2026

Ganz unten in der Neuheitenvitrine gestattete Wiking einen Ausblick auf einen Teil der Neuheiten des Monats Februar. Der Horch 850 erscheint in Graugrün, den VW T1b gibt es als graues DRK-Fahrzeug mit Einachsanhänger. Eine neue, sehr schöne Farbgestaltung erhält der Krupp Ardelt Raupenbagger, der leichte Mercedes Kurzhauber bekommt eine Flachpritsche aufgesetzt und der Henschel HS14/16 erfreut als Pritschensattelzug mit vorbildgerechter „Pracht“-Bedruckung. Und dann ist im Februar natürlich auch das Wiking-Magazin 2026 mit von der Partie.

kr

Die Pkw-Neuheiten von Wiking des vergangenen Jahres, nun in Farbe. Der Formenbau ist noch nicht komplett fertig gestellt, die Modelle der Citroën Kastenente, des Toyota Landcruiser und des Piaggio Ape werden in der gewohnten Wiking-Qualität erscheinen.
Modellfotos: Wiking
Ebenso präsentierte Wiking die vier Cabriolets, die aus abgeschnittenen Limousinen oder Coupés entstehen, im kurz vor der Auslieferung stehenden Stadium. Die Windschutzscheiben wurden neu konstruiert, der offene Mercedes 350 SL wird durch das den DKW Junior ersetzt.
Der Baukipper auf der Basis des schweren Mercedes Kurzhaubers braucht noch etwas Zeit bis zur Auslieferung, dafür erscheint er auch als Sattelzugmaschine.
Die Neuankündigungen auf dem Gebiet der Personenwagen und Transporter: Lancia Delta, Hummer H1 und VW T3 Westfalia-Wohnmobil. Die 3D-Drucke sind als „Absichtserklärungen“ für das Jahr 2027 zu verstehen. In den Handel kommen sie auf jeden Fall, und dies in vielen Varianten.
Modellfotos: kr
Die Cabriolet-Flotte wird um aufgeschnittene Miniaturen des VW 1600, Opel Ascona B und DKW F89 ergänzt.
Die Mercedes Kurzhauber Sattelzugmaschine könnte neben den hier gezeigten Möglichkeiten natürlich auch einen Hinterkipper oder Tankauflieger ziehen. Besonders schön wäre ein Sattelzug mit Flachpritsche in Sandbeige.
Fotos: Wiking/kr
Nun kann der Mercedes Pullman als Lastwagen auch einen Hänger ziehen. Das zweiachsige Fahrgestell für das klassische Wiking-Fahrerhaus war längst überfällig.
Eine kleine Vorschau auf einen Teil der Februar-Neuheiten von Wiking, besonders farbenfroh der Henschel-Sattelzug der Spedition Pracht.
Modellfoto: kr

Messemodelle 2026

Natürlich hatte Wiking wieder ein exklusives Sondermodell für Kunden und Freunde des Hauses sowie für die Pressevertreter mit im Gepäck. Diesmal fiel die Wahl auf den offenen Unimog U 411 mit Verdeck, eine willkommene Ergänzung der Unimog-Sammlung. Restbestände des Modells werden über ausgewählte Händler angeboten. Die Messegesellschaft bot an einigen Infoständen ebenfalls ein Wiking-Modell an, diesmal in Orangerot mit weißer Bedruckung. Zum 75-jährigen Jubiläum der Spielwarenmesse gab es standesgemäß einen Rolls Royce Silver Wraith zu erwerben. Manche Händler bieten dieses Modell ebenfalls an, notgedrungen mit Aufschlag.

Gegensätzlicher könnten die beiden Messemodelle aus dem Hause Wiking nicht sein. Das Arbeitstier Unimog U 411 steht dem luxuriösen Rolls Royce Silver Wraith gegenüber. Beide Modelle werden ihre Liebhaber finden.
Modellfoto: kr

Steckbrief:

Wiking (0371) Unimog U 411 mit Verdeck. Aufbau und Pritsche weiß. FG, Kotflügel und IA schwarz. Verdeck grau. Felgen rot. Auflagenhöhe unbekannt. Kein Verkauf auf der Messe. (0838) Rolls Royce Silver Wraith. Karosserie orangerot mit weißen Flanken. IA grau. FG, Kühlergrill und Felgen silbern. Auflage 750 Stück. Messepreis 25,00 €.