CMC steigt in 1:64 ein
Wer hätte damit gerechnet? CMC steigt in 1:64 ein! Der Erstling wird das wohl populärste CMC-Modell überhaupt sein, der Bartoletti-Renntransporter. Dieses Ausnahmegerät in 1:64… Da könnten sogar jene schwach werden, die 1:64 bislang etwas abfällig als Spielzeugmaßstab betrachten.
Die meisten Entscheidungen in der europäischen Modellautobranche werden in Aachen getroffen, weil dort die Platzhirsche ihr Domizil haben. Aber Entscheidungen werden auch in Stuttgart oder in Nürnberg oder sonstwo in Deutschland getroffen. Jedoch nicht für Deutschland, sondern für die Modellautowelt, den Kosmos, die internationalen Märkte. Asien ist ein großer Markt, die USA sind ein großer Markt. Dort mag man 1:18. Aber man mag auch 1:64. Die Nordamerikaner mochten das schon immer (neben 1:25) und die Asiaten lieben 1:64. Für beide ist es eine Art Zweitmaßstab oder Einstiegsmaßstab zu und in 1:18. Die Deutschen, die ohnehin gerne das tun, was man ihnen vorgibt, spielen mit. Klar, in einer 70-m²-Küche-Bad-Wohnung stößt man mit 1:18 rasch an Kapazitätsgrenzen – und das Kellerabteil reicht nicht für die ganzen Verpackungen, die natürlich aufgehoben werden müssen. 1:64 ist eher durchschnittswohnungsgeeignet. Ein Boxenlagerungsproblem im Keller tut sich auch nicht auf.
Und jetzt auch CMC. CMC hat schon so manchen Maßstabsausflug gemacht, in 1:25 und in 1:43. Und jetzt kommt der Erstling in 1:64, der Bartoletti-Renntransporter, das wohl populärste CMC-Modell überhaupt. Markus Mohn, der Chef von CMC in Stuttgart, sagt: „Vor allem in Asien ist der diesbezügliche Druck unaushaltbar groß geworden, auch in den USA stellen wir großes Interesse fest, hierzulande bisher noch weniger, doch es wird auch hier mehr.“ Es ist also eine marktwirtschaftliche Entscheidung. Mit kleinen und feinen Dingen kennt sich CMC aus, und so ist zu erwarten, dass der Bartoletti in 1:64 eine kleine Pretiose wird. Markus Mohn macht den 1:64-Sammlern den Mund wässrig: Der Kleine soll dem CMC-Anspruch genügen, rund 250 bis 300 Teile, funktionale und einzuhängende Rampen, separat eingesetzte Chromleisten und Spiegel, zu öffnende Türen und Heckklappe, Federung… Das ist, auch in 1:64, eine Ansage. Der Preis auch. Festgelegt und kalkuliert ist noch nichts, aber rund 125 Euro sind denkbar.
Es gibt noch keine Muster. Aber es gibt bereits ein Foto, auf dem die Einzelteile auf einem Drehteller liegen. Caramini-online darf es exklusiv zeigen. Wir danken Markus Mohn dafür, im Namen der Leser. Ende Juli könnten erste Muster vorliegen, bessere dann Ende August, die auf der Classic Gala in Schwetzingen gezeigt werden. CMC beginnt mit der Ferrari-Version, später wird der Bartoletti im Maserati-Livree kommen. Und wenn all die Asiaten und Amerikaner und eben auch alle anderen, beispielsweise die Deutschen, darauf abfahren und fleißig kaufen, denkt CMC auch an passendes Ladegut. Ja, tatsächlich, CMC goes 1:64… Wer hätte das gedacht!
afs

Modellfoto: CMC

Modellfoto: bat