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News 1:87 Wiking Neuheiten September 2026

Der legendäre Land Cruiser

Es ist Ende September und der Altweiberherbst schlägt voll zu, Temperaturen bis fast 30 Grad. Auch Wiking schlägt zu, im Neuheitenpaket mit zwölf Miniaturen ist eine lange erwartete Formneuheit enthalten. Und diese erscheint gleich in zwei Versionen mit unterschiedlicher Beräderung, der Toyota Land Cruiser J4. Neben diesem Highlight gibt es natürlich wieder interessante Kombinationen bekannte Bauteile sowie wirklich gelungene Farbversionen bei Personenwagen. Der Henschel HS14/16 (mit neu konstruiertem Fahrerhausunterteil) darf endlich wieder einen Sattelauflieger ziehen. Beim Zubehör legt Wiking die Parkhalle neu auf, dieses Mal mit aufgedrucktem Pflaster auf der Bodenplatte.

Personenwagen und Kleintransporter

Hero Number One des Neuheitenpakets it der komplett neu konstruierte Toyota Land Cruiser der Baureihe J4. Wiking hat sich als Vorbild nicht nur die mittellange Ausführung mit 2430 mm Radstand (J43/44/46) ausgesucht, sondern zudem die Facelift-Version von 1979 bis 1984. Dieses Fahrzeug bekam einen eckigen Kühlergrill („eckige Brille“) statt des an den Rändern abgerundeten der Urversion ab 1960. Zur Premiere liefern die Lüdenscheider Modellbauer gleich zwei Modelle, die sich nicht nur durch die Farbgebung, sondern auch die die Art der Bereifung unterscheiden, und die beide mit einem Hardtop versehen sind. Die Bedruckung ist vorbildgerecht sparsam, und die gesamte Anmutung zeigt sich Wiking-typisch. Vom Ur-J4 führt Busch ein gelungenes Modell im Programm (kurzer Radstand, runde Brille), somit handelt es sich beim neuen Wiking-Modell definitiv um keine Doppelentwicklung, wie manche voreilige Sammler schon vor Erscheinen geunkt haben. Toyota produziert den Land Cruiser seit 1951, wobei der japanische Geländewagen seinen Namen erst im Jahr 1954 erhielt. Schnell entwickelte sich das Fahrzeug zu einem Verkaufserfolg im Nahen Osten, Afrika und Südamerika, nicht zuletzt durch seine Robustheit. Die Baureihe J4 erlebte ihr Debüt im Jahr 1960 und wurde in Japan bis 1984 hergestellt, in Brasilien noch bis ins neue Jahrtausend hinein. Der japanische Hersteller bot die Baureihe  J4 als kurzen J40, als mittellangen und in Europa kaum geläufigen J43/44/46 und als langen J45/47 an, außerdem den J45 als Pickup oder Station Wagon. Freuen wir uns über diesen sympathischen Zuwachs für unsere Geländewagen-Sammlung.

In himmelblauem Farbkleid fährt der VW K70 in die Sammlungen. Wiking hat den Kühlergrill mit Doppelscheinwerfern versehen und nützt damit geschickt den Vorteil, dass der K70-Grill seit jeher aus bedrucktem Papier besteht. Somit zeichnet Wiking die 100 PS starke LS-Version des K70 nach, die von Volkswagen ab dem Modelljahr 1973 angeboten wurde. Im Übrigen stellt der K70, dessen Entwicklung komplett bei NSU stattfand und der ein VW-Adoptivkind ist, den ersten Frontantriebs-VW mit einem wassergekühlten Front-Reihenmotor dar. Von 1970 bis 1975 verließen bescheidene 211.127 Exemplare die Werkhallen. Der geringe Verkaufserfolg ist auf fragwürdiges Marketing und Kannibalisierungstendenzen innerhalb der VW-Modellpalette zurückzuführen, zudem kam die moderne Konstruktion bei der eher konservativen VW-Klientel nicht so an. Bei uns Wiking-Sammlern ruft der VW K70 dagegen immer große Freude hervor, zumal das Modell mit sehr umfangreichen Chromzierrat und Bedruckungskomfort ausgestattet ist.

Nach dem schon tollen Porsche 911 SC Cabriolet des vergangenen Monats folgt nun das Coupé, das eine fast noch atemberaubendere Wirkung erzeugt. Die glänzende Lackierung der Karosserie in Hellblaumetallic, dazu kontrastierend die beigefarbene Inneneinrichtung, gepaart mit den schwarzen Fuchs-Felgen – einfach nur klasse! Bei Wiking erschien der Porsche 911 SC im Jahr 1984, vier Jahre nach der Premiere des Originals. In der aktuellen Ausführung kann es locker mit Miniaturen aus der Jetzt-Zeit mithalten.

Schick, elegant, schön – so kann und muss man den BMW 2002 in der Farbgebung Grünblau bezeichnen. Understatement pur, ganz im Gegensatz zur heißen Version des Monats August. Die 02-Reihe von BMW war das zweitürige Derivat der „Neuen Klasse“. Die Bezeichnung des Premierenmodells, präsentiert 1966 auf dem Genfer Autosalon, trug zur Unterscheidung die Bezeichnung 1600-2, ein Hinweis auf die zweitürige Ausführung. Der von Wiking miniaturisierte BMW 2002 ging im Original zu Beginn des Jahres 1968 in Serienproduktion. Bisher brachte Wiking vom 02er vier Serienmodelle auf den Markt, zusätzlich gab es im Jahr 2018 ein Sondermodell zur Spielwarenmesse.

Die Parade der VW T2b Bullis erhält Zuwachs, der Bus erscheint in der Farbgebung Blaugrau mit weißem Dach. Zusätzlich dürfen wir uns über ein VW T2b Campingfahrzeug mit Westfalia-Hubdach in Lichtgrau freuen. Ein sehr ähnliches Vorbild ist im Internet zu finden, allerdings öffnet bei diesem Fahrzeug das Hubdach in die entgegengesetzte Richtung als beim Wiking-Modell.

Lastwagen, Feuerwehr und Zubehör

Nach dem Henschel HS 140 in Bundesbahn-Ausführung folgt nun logischerweise ein Kofferlastwagen auf dem neuen zweiachsigen Fahrgestell. Was liegt näher als eine Beschriftungsvarianten nach dem Vorbild der Union Transport-Betriebe zu wählen, eine Spedition, die in der Wiking-Historie zahlreich vertreten ist? Die rote Lackierung, oft mit weißen Dächern kombiniert, wirkt einfach gut. Der Verfasser weist zum wiederholten Mal darauf hin, dass komplette Hängerzüge noch attraktiver wären (wenn auch teurer).

Als der Mercedes LP 1317 im Jahr 1963 als früher Vertreter des kubischen Fahrerhauses auf den Markt kam, wurden noch sehr viele Wohnungen mit Kohleöfen beheizt. Auch der Verfasser kann sich noch gut daran erinnern, als im Keller die Kohle angeliefert wurde und seine Eltern das „schwarze Gold“ in Schütten aus Blech vom Keller in die zweite Etage schleppen mussten (er war damals erst ein paar Jahre alt). Später wurde auf Heizöl umgestellt, aber dieses musste auch in die Wohnung getragen werden. Der pure Luxus war dann der Umzug in eine „moderne“ Wohnung mit Zentralheizung. Diese Epoche Anfang der 60er-Jahre kann mit dem neuen Wiking-Modell nachgestellt werden, das zweckentsprechend ganz in Schwarz gehalten ist. Als Pritsche kommt diejenige des Anhängers (Nr. 879) zum Einsatz, die oft bei den Hängerzügen mit Hanomag ST Zugmaschine Verwendung fand. Natürlich ist auch eine Kohlenladung vorhanden. Das Fahrerhaus (Spitzname „Toastbrot“ oder „Toastscheibe“) ist mit dem traditionellen Bergmannsgruß „Glück auf!“ bedruckt. Allerdings gab es früher auch viele Kohlebergwerke, die Glückauf in ihrem Namen trugen. Ein Modell, das Erinnerungen weckt.

Und dann feiert noch der legendäre Esso-Supertankwagen eine Art Wiedergeburt: Es gibt ihn wieder, einen Tanksattelzug mit Henschel HS14/16, wie weiland den legendären „ESSO-Supertankwagen“ mit der Katalognummer 79, ein wunderschönes und begehrtes Modell. Mit dem Tank des Mercedes Kurzhauber Tanksattelzugs (Nr. 79/806), ebenfalls nach Esso-Vorbild, erscheint der Henschel HS 14/16, bei dem das Fahrerhausunterteil neu konstruiert wurde, erstmals wieder als zweiachsige Sattelzugmaschine. In den Farben von Raab Karcher – wir haben schon einige Modelle dieses bekannten Baustoffhändlers vorgestellt – wirkt das Gespann sehr attraktiv.

Für Blaulichtfreunde liefert Wiking ein Feuerwehrmodell aus, das in ähnlicher Version bereits im November 2025 in den Handel kam. Damals war das Modell mit einem anthrazitfarbenen Leiterpark, Kotflügeln und Kühlergrill und silberfarbigen Felgen ausgestattet. Die aktuelle MAN F8 DLK 23-12 mit Metz-Aufbau trägt eine silberne Leiter, hat vorne weiße Kotflügel, einen roten Kühlergrill und schwarze Felgen. Modellpflege nennt man dieses Vorgehen.

Die legendäre Parkhalle erlebt ebenfalls eine Wiedergeburt. Das Besondere daran ist, dass die Bodenplatte nun mit einer Pflasterimitation bedruckt ist, was ordentlich was her macht. Und wie der Verfasser vor kurzem auf der Börse in Mörfelden-Walldorf beobachten konnte, erfreut sich das Teil großer Beliebtheit. Der Verkaufsstand eines befreundeten Händlers war innerhalb kurzer Zeit „Parkhallen-frei“.

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Nun ist er endlich da, der Toyota Land Cruiser J43/44/46 in der beim Vorbild ziemlich seltenen mittellangen Version. Zudem weist der eckige Kühlergrill das Modell als Nachbildung des Facelifts von 1979 aus, und nicht wie von Wiking angegeben als ein Fahrzeug der Baujahre 1960 bis 1977. Der Käufer kann je nach Gusto unter zwei Radtypen mit Normal-oder Breitreifen wählen.
Modellfotos: kr
Die Doppelscheinwerfer im Kühlergrill weisen den VW K70 als LS-Version mit satten 100 Pferden aus. Die geringer motorisierten Modelle besaßen Rechteckscheinwerfer, die allerersten Modelle noch eingesetzte Lenkräder (ach, tempi passati). Besonders zu beachten ist auch die filigrane Bedruckung des Hecks.
Starkes Vorbild, starkes Modell: Der Porsche 911 SC sieht in dieser Farbkombination einfach überirdisch aus. Kein Vergleich mehr mit seinen Ahnen.
Kein Schnickschnack, einfach nur edel, der BMW 2002 in dezentem Grünblau. Dieses Fahrzeug könnte sich der Verfasser als eigenen Youngtimer vorstellen. Träumen darf man ja noch…
VW T2b-Modelle kann man nie genug in der Sammlung haben und Wiking sorgt für Nachschub. Zum einen als zweifarbigen Bus, zum anderen als Westfalia-Campingmobil in unifarbener Lackierung.
Roter Lastwagen mit weißem Dach, das kann nur einer von „Union Transport“ sein. Wiking ergänzt die bisherige, große Flotte mit einem Koffer-LKW auf der Basis des Henschel HS 140. Liebe Wiking-Modellentwickler, wann kommt der hierzu passende Anhänger?
Hier war Kohleschaufeln angesagt – nicht die Lieblingsbeschäftigung von Dagobert Duck, sondern harte Arbeit. Und die Kohlenmänner badeten sicher nicht in den Kohlehaufen und ließen sich die Brocken auf den Kopf prasseln. Obwohl, schwarz waren sie ja meistens. Das Modell verkörpert ein Stück deutscher Nachkriegsgeschichte.
Der Baustoffhändler Raab-Karcher lieferte auch flüssige Brennstoffe aus. Wiking verkleinert einen Tanksattelzug, der von einer kurzen Henschel HS14/16-Zugmaschine gezogen wird. Wenige Farben, große Wirkung.
Die Metz-Drehleiter DLK23-12 erschien zuerst auf einem Mercedes NG-Fahrgestell. Wir schreiben das Jahr 1981. Unser Fotomodell stammt aus einer Mercedes-Werbepackung „Partner der Feuerwehr“. Eine Ausführung mit MAN F8-Fahrerhaus war überfällig und kam im November 2025 ins Wiking-Sortiment. Jetzt erscheint eine zweite Variante mit kleinen farblichen Veränderungen.
Wieder eine Parkhalle, das war der erste Gedanke beim In-die-Hand-Nehmen der Packung. Nach dem Öffnen und Auspacken kam aber der große Aha-Effekt: Die Bodenplatte ist mit Pflastersteinen bedruckt, was sehr realistisch wirkt. Ein echter Kandidat für schnellen Abverkauf.

Steckbrief:

Wiking 0113 01 Toyota Land Cruiser J43/44/46 1979. Karosserie orangebraun, Hardtop cremeweiß. IA schwarzgrau. FG und Felgen schwarz.  0113 02 dito Karosserie beige. Breitreifen mit weißen Felgen. UVP jeweils 23,49 €.

0047 04 VW K70 1973. Karosserie hellblau. IA lichtgrau. FG und Felgen silbern. UVP 16,99 €.

0161 04 Porsche 911 SC 1980. Karosserie hellblaumetallic, IA beige. FG und Felgen schwarz. UVP 21,49 €.

0183 10 BMW 2002 1968. Karosserie grünblau. IA und FG schwarz. Felgen silbern. UVP 20,49 €.

0318 06 VW T2b Bus 1972. Karosserie unten blaugrau, oben weiß. IA schwarz. FG und Lenkrad schwarzgrau. Felgen silbern. UVP 19,99 €. 0318 08 dito Campingbus. Karosserie hellgrau. IA nussbraun. FG und Lenkrad schwarzgrau. Aufstelldach weiß mit safrangelbem Unterteil. Hintere Fensterscheiben mit Vorhängen bedruckt. UVP 21,49 €. Jeweils beiliegende Anhängekupplung.

0415 02 Henschel HS 140 Koffer-Lkw „Union Transport-Betriebe“ 1955. FH und Koffer rot. Kofferdach weiß. IA staubgrau. FG, Kotflügel und Trilex-Felgen anthrazitgrau.  UVP 29,49 €.

0437 04 Mercedes LP 1317 Pritschen-Lkw mit Kohlenladung „Glück Auf“ 1963. FH, Pritsche, FG und Kotflügel schwarz. IA mausgrau. Felgen karminrot. Kohlenladung anthrazitgrau. UVP 19,49 €.

0806 95 Henschel HS 16 Tanksattelzug „Raab Karcher“ 1965. FH, FG, Tankunterteil, Kotflügel und Trilex-Felgen blassrot. Tankoberteil weiß. IA schwarzgrau. Sattelplatte silbern. UVP 33,49 €.

0618 05 MAN F8 Feuerwehr Metz Drehleiter DLK 23-12 1967. FH, Aufbau und Leiterstuhl rot. IA, FG und Felgen schwarz. Leiterpark, Riffelfläche und Rollläden silbern. Vordere Kotflügel und Stoßstange weiß. UVP 29,99 €.

1150 03 Parkhalle. Bodenplatte betongrau mit Pflaster-Imitierung. Fachwerkstreben resedagrün. Wellblechdach silbern. UVP 12,49 €.