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News 1:87 Wiking Sondermodelle Oktober 2026

Urlaubsreise, Weltreise, Amerikareise

Der Monat Oktober hielt für die Sammler von Wiking-Sondermodellen nur zwei exklusive Miniaturen bereit, eine kommt aus dem kleinen Wiking-Laden von Michi Bloeßl, die andere wurde von Vedes zusammen mit den Oktober-Neuheiten ausgeliefert. Nachrichtlich zeigen wir zudem eine von Michi Bloeßl kreierte Sonderpackung mit zwei DKW Munga-Modellen, die naturgemäß innerhalb kurzer Zeit vergriffen war.

Der kleine Wiking-Laden von Michi Bloeßl

Viele der Sondermodelle des kleinen Wiking-Ladens von Michi Bloeßl entspringen Erinnerung des Inhabers an frühere Begebenheiten, zum Teil aus seiner Kindheit. So auch das aktuelle Set mit einem Mercedes 200/8, dem ein PKW-Anhänger, zwei Fahrrädern mit männlichem und weiblichem Treter sowie ein Spritzling mit vier Koffern beigelegt sind. So machte ein älteres Ehepaar auf ihrem Weg in den Urlaub nach Südtirol Halt bei den Bloeßls und verbrachte dort einige Tage. Dem Klischee entsprechend, fuhr das Ehepaar einen farblich etwas bäuerlich anmutenden, grünen Mercedes 200/8, dem ein Anhänger angehängt war (vermutlich um einige Kisten Südtiroler Rotwein, Speck und Schüttelbrot mit nach Hause zu nehmen). Dieses Fahrzeug ist also die Vorlage für das 36. Sondermodell von Michi Bloeßl, ergänzt um einen männlichen und einen weiblichen Radfahrer – auch eine urlaubstypische Zeiterscheinung. 1968 ahnte noch niemand etwas von rentnerfreundlichen E-Bikes.

Fast zu jeder Neuheitenauslieferung von Wiking kreiert Michi Bloeßl eine oder mehrere Geschenkboxen mit Schaumstoffeinleger und thematisch zusammengestellten Modellen. Die aktuelle, aus der Sicht des Sammlers zu rasch ausverkaufte Packung unter der Bezeichnung „Mit dem Munga um die Welt“, enthält zwei DKW Munga, das Serienmodell 0123 39 und das Sondermodell 35. Dieses wurde um zwei Benzinkanister, ein Ersatzrad und einen PKW-Anhänger mit eingeklebter Ladung ergänzt. Neu ist das Unterteil der Plastikbox in Quarzgrau. In dieser Verpackung sind also noch weitere Kreationen aus der „Wiking-Manufaktur“ von Michi Bloeßl zu erwarten. Und da heißt es wieder, schnell beim Bestellen zu sein.

Vedes

Der Einzelhandelsverband Vedes bietet zusammen mit den Oktober-Neuheiten ein Modell eines VW T1a nach einem Vorbild aus den USA an, nämlich ein Servicefahrzeug von „Volkswagen of North America“. Dieses bereits im Jahr 1954 gegründete Unternehmen vertrieb nicht nur Fahrzeuge von Volkswagen, sondern kümmerte sich auch um die Fragen der Finanzierung. Vedes ließ bei Wiking einen Schulungswagen auf der Basis des VW T1a verkleinern, der als Mobile Service School in 14 Exemplaren dem Einsatzzweck entsprechend ausgestattet wurde. Einer dieser Schulungswagen überlebte als Scheunenfund und wurde vom engagierten Bulli-Sammler Lind Bjornsens mustergültig einschließlich der Ausstattung restauriert.

Fotos des restaurierten Originalfahrzeugs sind im Internet zu finden, wobei deutlich zu erkennen ist, dass es sich um keinen Lieferwagen, sondern einen Kombi mit Seitenfenstern handelt. Der VW T1a verfügte in beiden Karosserievarianten, Lieferwagen ebenso wie Kombi, in seinem ersten Produktionsjahr von März 1950 bis März 1951 über kein Heckfenster und trug zunächst oberhalb der Motorklappe ein VW-Zeichen. Dieses wurde im November 1950 eliminiert. Somit muss das Vorbild exakt dem Bauzeitraum Dezember 1950 bis März 1951 entstammen. Wiking entschied sich beim Oberteil seines VW T1a Kombi für ein spätes Modell mit Heckscheibe (also nach März 1951), der Lieferwagen ist ein früheres ohne dieselbe (somit vor März 1951). Deshalb war Wiking im Dilemma, entweder auf die Heckbedruckung verzichten zu müssen und ein Kombi-Oberteil mit Heckscheibe zu verwenden oder die Heckbedruckung verwirklichen zu können, dann aber ein Lieferwagenoberteil ohne Heckscheibe verwenden zu müssen. Ein Kompromiss also. Die (unrentable) Alternative wäre gewesen, ein neues Kombi-Oberteil ohne Heckscheibe zu schaffen.

kr

Der Mercedes 200/8 ist ein schönes Modell, und in Moosgrün mit viel Chromzierrat wirkt es besonders attraktiv. Zusammen mit dem Anhänger und den beiden Radfahrern versprüht das neue Sondermodell des kleinen Wiking-Ladens von Michi Bloeßl das Urlaubsfeeling der 60er und 70er Jahre.
Modellfotos: kr
„Mit dem Munga durch die Welt“, so betitelt Michi Bloeßl seine neueste Kreation aus der Wiking-Manufaktur. Dabei reichen kleine zusätzliche Accessoires aus (hier Benzinkanister oder die Ladung des Anhängers), aus bekannten Modellen besondere zu machen. Die Verpackungen sind mittlerweile ein Markenzeichen dieser limitierten Auflagen.
Sehr schön bedruckt zeigt sich der VW T1 (Typ 2) Kastenwagen in Anlehnung an das restaurierte Vorbild eines Schulungswagens von „Volkswagen of America“. Das Foto der Heckbedruckung liefert den Grund, warum nicht der vorbildgerechtere Kombi zur Miniaturisierung ausgewählt wurde.

Steckbrief:

Wiking 8997 47 Modell 36 Mercedes 200/8 1968 mit Anhänger und zwei Radfahrern „Urlaubsfreuden“. Karosserie und Radkappen moosgrün. IA ockerbraun. FG mit eingesetzter Anhängekupplung und Felgen silbern. Einachsanhänger moosgrün. Gepäckträger lichtgrau. Felgen silbern. Weiblicher und männlicher Radfahrer purpurrot mit bemalten Gesichtern. Beiliegender Spritzling mit vier lehmbraunen Koffern. Auflage 1000 Stück. UVP 29,75 €.

WILGBMMUW Geschenkpackung „Mit dem Munga um die Welt“ mit zwei DKW Munga und einem PKW-Anhänger. Verpackt in quarzgrauer, kleiner Geschenkbox mit Umkarton. Bestehend aus: 0123 39 DKW Munga „Himalaya-Expedition 1958″ (Serienmodell) und 8124 01 dito Exklusivmodell 35, zusätzlich mit angeklebten Benzinkanistern in Orange und Perlweiß sowie (0096) PKW-Anhänger. Aufbau und Felgen tieforange. Holzkiste und Werkzeugkasten quarzgrau. Geländebereifung und angeklebtes Ersatzrad. Auflage 125 Stück. UVP 45,22 € (ausverkauft).

8788 06 VW T1a Kastenwagen „Volkswagen Mobile Service School“ 1950. Aufbau azurblau. Dach, Stoßstangen und Felgen cremeweiß. IA grau. FG und Lenkrad schwarz. Radkappen silbern. Auflage 1000 Stück. UVP 27,99 €.