Im Neuheitenpaket des Monats Februar ist auch das Wiking-Magazin 2026 enthalten. Schon beim ersten Anlesen findet sich der Leser in der typischen Sprachwelt von Ulrich Biene, dem Autor dieses Heftes, wieder. Und dessen Schreibstil ist flüssig und kurzweilig zu lesen, auch wenn er manchmal etwas pathetisch wirkt, ohne dies allzu kritisch sehen zu wollen. Ulrich Biene ist halt Wiking-affin durch und durch (wie der Rezensent übrigens auch).
Wie in jeder Ausgabe des Wiking-Magazins werden diejenigen neuen Modelle vorgestellt, die in naher Zukunft in den Handel gebracht werden, so der Toyota Land Cruiser, die Citroën Kastenente, der Piaggio Ape, der Henschel HS 140 Zweiachslastwagen sowie der schwere Mercedes Kurzhauber. Es geht also voran bei Wiking, und wir können uns auf interessante Miniaturen freuen. Weitere Artikel beleuchten die Geschichte des legendären Mercedes L 5000 Thyssen-Tankwagens sowie die Wiederauflage des historischen Mercedes 300 SL Roadsters, nachdem die verloren geglaubte Spritzform der Windschutzscheibe wieder aufgefunden wurde. Wer weiß, was der Formenfundus von Wiking noch so Überraschendes bietet!? Ob wohl die Werkzeugform des Porsche 356 Coupés noch existiert, das nie offiziell auf den Markt kam, sondern mit zeitlicher Verzögerung als 356 Cabariolet? In weiteren interessanten Berichten beschäftigt sich Ulrich Biene mit den Themen „Clark Gabelstapler“ und „Schwarz-Bau“. Letztere Modellserie wurde ursprünglich vom Modellbahnhersteller Roco initiiert, und fast alle anderen H0-Hersteller sprangen auf den Zug auf, auch Wiking. Auf den Fotos sind auch Modelle des Landsberger Händlers Lechtoys zu sehen, der viel zur Modellvielfalt des Schwarz-Bau-Kosmos’ beigetragen hat.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Rückblicke auf die Wiking-Neuheiten der Jahre 1976 und 2001, also vor 50 und 25 Jahren. Besonders der Jahrgang 1976 ist prägend für die älteren Sammler unter uns, werden doch viele Erinnerungen geweckt. Für welche Modelle reicht das Taschengeld, schießt die Oma etwas zu, um sich ein paar der neuen Modelle leisten zu können? Besonders der Möbelzug nach einem Vorbild der Deutschen Möbelspedition stellte eine besondere finanzielle Herausforderung dar.
Sehr umfangreich werden die im Jahr 2024 herausgebrachten Modelle beschrieben, aus dem vergangenen Jahr kommen noch die neuen 1:32-Landwirtschaftsminiaturen dazu. In der Mitte des Magazins ist der Wiking-Gesamtkatalog 2026 integriert. Das ist natürlich nicht alles, was das Wiking-Magazin bietet, und alles will der Rezensent nicht verraten. Aber ein Thema, das die Wiking-Sammlerwelt Ende vergangenen Jahres doch überraschte, wollen wir nicht vergessen: Die exklusiv für das Nationale Automuseum – The Loh-Collection konstruierten Ferrari Langstreckenrennwagen der Baureihen 330 P3 beziehungsweise 412 P. Caramini-online hat schon mehrfach darüber berichtet. Das neue Wiking-Magazin verspricht ein kurzweiliges Lesevergnügen und bietet auch unbekannte Einblicke in die Welt der Wiking-Miniaturen,
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Steckbrief:
Wiking 0006 32 Wiking Magazin 2026. 64 Seiten inklusive 24 Seiten Gesamtkatalog 2026. UVP 14,00 €.