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News 1:43 Minichamps BMW M2 (G87) und M3 CS (G80)

Emm-Zwei und Emm-Drei Tse-Ess

„Sie wünschen, wir spielen“ hieß eine Musikwunschsendung auf Südfunk 1 in den 70ern, welche die fleißige Hausfrau beim Kochen zwischen Elf und Zwölf hörte. Das Motto gilt auch für Minichamps und BMW: BMW wünscht, Minichamps liefert, und die Sammler greifen gierig zu. Neu in 1:43: M2 und M3 CS.

M2 ist eine Art Zauberwort für die „Bimmer“, wie sich die BMW-Aficionados gerne in internationaler Sprache bezeichnen. Natürlich kommt es aus dem amerikanischen Slang, eine Verkürzung dessen, wie die Angelsachsen „BMW“ aussprechen: Bie-Emm-Dabbljuh, und daraus wurden dann die „Bimmer“ für jene, die dem Bie-Emm-Dabbeljuh huldigen. Für die Vertreter der reinen Lehre, also die Bimmer-Fundamentalisten, ist ein sportlicher BMW ungefähr so definiert, wie weiland der 2002 Turbo charakterisiert war: zweitürig, klein, leicht, hochpotent, fahraktiv, ein leichtfüßiger Kurvenräuber. Bei seinem über Generationen gereiften und gewachsenen Nachfolger, dem M3, vermissen sie fast jedes dieser Attribute, und die ausschließliche Viertürigkeit ist das Ausschlusskriterium schlechthin. Den M4 als zweitüriges M3 Coupé akzeptieren sie nur eingeschränkt, und außerdem sind diese Autos für Jungmänner mit Benzin im Blut unerschwinglich. Also der M2. Ihn sehen sie in der wahren 02er-Tradition, und die Zahl 2 unterstreicht das sogar.

Dass Minichamps mittlerweile gewaltig auf dem BMW-Trip ist und die „Bimmer“ wechselweise in Ekstase bringt und sie die Zähne knirschen lässt, ist bekannt: Genau die richtigen Vorbilder in 1:18, aber eben relativ teuer positioniert. 1:43 spielt bei Minichamps nicht mehr die Rolle wie ehedem, obgleich das Renommee und der Wohlstand der Marke genau darauf beruht. Aber die BMW werden, wie die Porsche, nach wie vor auch im Traditionsmaßstab gebracht – als Mini- und nicht Maxichamps-Modelle und somit zum Mini- und nicht Maxichamps-Preis. Also auch hier wieder das Wechselspiel von Freude und Zähneknirschen. Immerhin 60 Euro kostet mittlerweile ein Minichamps-43er. Man mag es gar nicht aussprechen, dass diese Modelle (in gleicher Qualität!) in den 90er Jahren unter 40 D-Mark kosteten – aber das spielt auch nur für Nostalgiker eine Rolle. Heute kann man sich dafür am wenigsten etwas kaufen – und schon gar nicht dafür, dass 40 D-Mark zum Zeitpunkt, als der Euro vor einem Vierteljahrhundert eingeführt wurde, schlappe 20 Euro waren. Und übrigens: Bei BMW selbst sind die Modelle etwas günstiger als sie Minichamps über den Fachhandel anbietet. Und BMW haben wir sie auch zu verdanken, es handelt sich auch bei den Minichamps-43ern um Industriemodelle, von BMW in Auftrag gegeben.

Jedenfalls macht Minichamps nun den M2 der aktuellen Generation G87 in seiner Ursprungsversion vor dem Facelift im Juni 2024 sowie den M3 CS von 2023 als Formneuheiten, und wir haben jeweils die Erstfarbe auf dem schwarzen Schreibtisch stehen, den M2 in Torontorot Metallic und den M3 CS in Saphirschwarz Metallic. Der M2 wird noch in Weiß und hellem Blau (beide mit schwarzen Felgen) nachgeschoben, der M3 CS in hellem Grau und mattem Weiß, und jede Farbvariante erscheint in 336er-Auflage zum selben Preis. Es sind typische Minichamps-Modelle in der üblichen Detailvielfalt und Hochglanzlackierung, schön reproduziertes Carbon am Dach und dort, wo es sonst so sein muss, prima Felgen, sportlich schwarzes Interieur, von dem man vor lauter Sportlichkeit und Schwärze leider nichts sieht. Der M3 CS brilliert zusätzlich durch seinen rot eingefassten Grill, dessen Rot unserer Meinung nach etwas mehr knallen dürfte. Im Original ist es heller als beim Modell. Dafür hat der M3 CS mattgoldene Alus, was hervorragend zum schwarzen Fahrzeug passt.

afs

Der M2 ist ein normales Serienmodell, der M3 CS eine zeitlich begrenzt zwischen März 2023 und Mai 2024 gebaute Sportversion mit 550 PS.
Modellfotos: bat

Steckbrief:

Minichamps 023120 BMW M2 (G87) 2023 rot und 23200 M3 CS (G80) 2023 schwarz. Fertigmodelle Zinkdruckguss, Maßstab 1:43. Auflage je 336 Exemplare. UVP je 59,95 Euro.