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News 1:87 Wiking drei neue Ferrari-Modelle aus dem Nationalen Automuseum – The Loh Collection

Monza – Spa – Daytona

Drei neue Varianten der Wiking Ferrari Rennwagen 330 P3 und 412 P sind seit kurzem im Museumsshop des Nationalen Automuseums – The Loh Collection (NAM) erhältlich. Und dieses Mal finden die Modelle ihre Vorbilder nicht beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans, denn auch auf anderen Rennstrecken wurden die Boliden sehr erfolgreich eingesetzt.

Monza – das Mekka für die Ferraristi, exakter das „Autodromo Nazionale di Monza“. Bis heute pilgern unzählige Fans zu den Rennveranstaltungen nach Monza, der drittgrößten Stadt in der Region Lombardei. Am 25. April 1966 fand dort das dritte Rennen zur Sportwagen-Weltmeisterschaft über eine Entfernung von 1000 Kilometern statt. Trotz einiger Unstimmigkeiten im Ferrari-Team gewannen die Briten John Surtees und Mike Parkes das Rennen auf ihrem Ferrari 330 P3 mit der Fahrgestellnummer 0844 und der Startnummer 14 vor zwei Ford GT40. Interessant am entsprechenden Wiking-Modell ist die zusätzlich aufgebrachte Startnummer auf der linken Seite der Motorabdeckung. Am Heck findet sich die rennspezifische Beschriftung „Prova MO-19“.

Derselbe Ferrari 330 P3 kam erneut im fünften Rennen der Sportwagen-Weltmeisterschaft bei den 1000 Kilometern von Spa-Francochamps zum Einsatz. Das Rennen fand am 22. Mai 1966 auf dem Circuit National de Francorchamps statt. Und wieder war Mike Parkes am Start, diesmal jedoch mit dem Italiener Ludovico Scarfiotti. Sie pilotierten den Ferrari 330 P3 mit der Startnummer 1 nach 71 Runden auf den obersten Platz des Siegerpodests, ohne dem zweitplatzierten 7-Liter-Ford GT40 Mk II und drei mit weitem Abstand folgenden Ford GT40 auch nur die geringste Chance zu lassen. Der Konkurrenzkampf zwischen Ferrari und Ford war in diesen Jahren unerbittlich. Mit den 1:87-Modellen der Sieger von Spa-Francorchamps und Monza 1966 präsentiert Wiking den im NAM beheimateten Ferrari 412 P in seiner ursprünglichen Version 330 P3.

Der erste Wertungslauf zur Sportwagen-Weltmeisterschaft 1967, die 24-Stunden von Daytona in den USA, ging am 4. und. 5. Februar über die Bühne. Das Rennen endete mit einem Dreifachsieg für Ferrari. Dass das NAM auch ein Herz für unglückliche Verlierer hat (nicht der Fahrer, sondern das Getriebe war am Ausfall schuld), zeigt die Miniaturisierung des Ferrari 412 P des belgischen Rennstalls Ecurie Francorchamps mit den Fahrern Willy Mairesse und Jean „Beurlys“ Blaton, beide Belgier, die nach 401 gefahrenen Runden ihren Ferrari, Startnummer 33, mit Getriebeschaden abstellen mussten. Der gelbe Rennwagen mit der Fahrgestellnummer 0850 war einer der beiden von Ferrari für die Rennsaison 1967 neu produzierten 412 P. Auf den Seiten des Fahrzeugs und auch des Modells findet sich eine dezente Werbung für die ehemalige belgische Fluggesellschaft Sabena.

Für die echten Fans der Wiking-Miniaturen der Ferrari 330 P3 und 412 P bietet das NAM in einer Auflage von 100 Exemplaren ein Poster mit allen Wiking-Modellen zum Preis von 29,99 Euro an. Auf den Fotos sind neben den bereits bekannten Ferrari-Rennboliden zwei weitere, noch nicht verfügbare Ferrari 412 P abgebildet, ein grünes Modell mit der Startnummer 7 und ein rotes mit der Startnummer 22. Damit dürfte die erfolgreiche Serie der Ferrari-Sondermodelle des NAM abgeschlossen sein.

kr/spy

Ein weiteres Trio von Ferrari-Rennwagen von Wiking aus dem NAM macht sich auf den Weg zu den Modellautosammlern. Besonders überzeugt immer wieder die exakte Bedruckung der Reifen, wie hier bei zwei Miniaturen zu sehen. Auch sonst hat Wiking die spärlichen Dekorationen der großen Vorbilder exakt auf die Modelle übertragen. Falls ein Leser weiß, warum beim Modell des Monza-Ferrari eine zusätzliche Startnummer vorhanden ist, wir sind für Hinweise dankbar.

Modellfotos: kr

Steckbrief:

Wiking 8182 01 Ferrari 330 P3 „1000 km von Monza 1966“. Startnummer 14. Karosserie rot. IA schwarz. Felgen goldfarben. 8182 02 dito „1000 km von Spa-Francochamps 1966“. Startnummer 1. 8182 08 Ferrari 412 P „24 Stunden von Daytona 1967“. Startnummer 33. Karosserie gelb. Felgen hellblau. Auflagenhöhe nicht bekannt. Verkaufspreis im Museumsshop jeweils 29,99 €. Kein Versand.