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Szene 1:87 Wiking-Sammlertreffen im Unimog-Museum, Gaggenau

Wiking und Unimog oder Unimog und Wiking

Wiking und Unimog – zwei extrem emotionalisierende Themen. Diese beiden vereint bedeutet für so manchen Sammler das höchste der Gefühle, die vereinte Glückseligkeit. So geschehen am 13. Juni in Gaggenau, in den heiligen Hallen des Unimog-Museums, und das Thema lautete: Unimog und Wiking. Oder: Wiking und Unimog.

Sammlertreffen sind immer etwas Besonderes, vor allem wenn die Themen Wiking und Unimog lauten. Und sie bieten die Gelegenheit, befreundete Sammlerkollegen wiederzusehen, aus den Internetforen bekannte Mitstreiter persönlich kennenzulernen sowie gänzliche neue Kontakte zu knüpfen. All dies ist dem Verfasser in Gaggenau widerfahren, und er sehr glücklich darüber. Dass seine Sammlung um einige seltene Wiking-Modelle bereichert wurde, ist da fast schon Nebensache.

Am 13. Juni versammelten sich 41 Wiking- und Unimog-Begeisterte in einem Licht durchfluteten Nebenraum des Unimog-Museums in Gaggenau, um Ihre Modelle und Dioramen zu präsentieren, um zu kaufen, zu verkaufen und zu tauschen, und vor allem um zu fachsimpeln. So manche Anekdote wurde da erzählt und alle erkannten, wie klein der Wiking-Kosmos doch eigentlich ist. Alles fand in einer sehr angenehmen und ruhigen Atmosphäre statt. Das Treffen war von Martin Gräwingholt und Olaf Georgiadis hervorragend organisiert, und auch Ralf Maile vom Unimog-Museum, quasi der „Mister Unimog“, hatte einen entscheidenden Anteil am Gelingen der Veranstaltung. Er führte zudem die Teilnehmer fachkundig durch das Museum und organisierte Mitfahrten mit einem Unimog auf dem Outdoor-Parcours. Das Restaurant im Unimog-Museum sorgte für ein leckeres Catering, mittags Gulasch- und Kartoffelsuppe, abends ein Grillbuffet mit Schaschlik, Steaks und Würstchen.

Eines der Highlights war ein Wiking-Quiz, bei dem es besondere Unimog-Modelle für die ersten drei Plätze zu gewinnen gab. Manche Fragen hatten es durchaus in sich und ließen die Köpfe rauchen. Beispiele gefällig? Wie viele Wiking-Kopien gab es von Ferrero in den Ü-Eiern und welche? Welche Wiking-Modelle besitzen geätzte Markensymbole? Sodann wurden beispielsweise fünf Unimog-Modelle von Wiking genannt und die Teilnehmer mussten sie in der Reihenfolge ihres Erscheinens sortieren. Das ist nicht ohne und erfordert durchaus fundierte Kenntnisse in der Wiking-Historie – und auch in dem, was die Wiking-Fundis so schön den „Blick über den Tellerrand“ nennen. Denn mit den Ferrero-Überraschungsei-Modellen kennt sich so mancher nicht aus, dessen Horizont innerhalb des Wiking-Produktionsprogramms endet und für den Friedrich Peltzer der einzige Gott ist, den er anbetet.

Nach dem Abendessen gab es eine Versteigerung seltener Wiking-Modelle, die von den Veranstaltern und einigen Teilnehmern zur Verfügung gestellt wurden. Der Erlös wird für gute Zwecke gespendet, es kam eine stattliche Summe  zusammen. Und natürlich durfte jeder Sammler ein auf die Teilnehmerzahl limitiertes Unimog-Modell und eine speziell bedruckte Werbetafel mit nach Hause nehmen. Last but not least kreierte Jürgen Klasmeier ein auf 46 Exemplare durchnummeriertes Set mit einem Unimog und Gabelstapler des Bundesgrenzschutzes, zwei Polizisten und einem Stapelkasten. Wer jetzt Interesse an den unten gezeigten Modellen verspürt, dem sei gesagt, dass Anfragen an das Unimog-Museum und die anwesenden Händler zwecklos sind, alle Sondermodelle befinden sich in festen Sammlerhänden. Allenfalls von der Jubiläumsbox könnten im Museumsshop wenige Exemplare verfügbar sein.

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Fünfhundert Exemplare dieser Jubiläumsbox wurden für die Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen des Unimog-Museums von diesem zusammengestellt. Neben einem Wiking-Sondermodell (das wir in einem eigenen Beitrag vorstellen werden) sind eine Blechtafel, ein hochwertiger Kugelschreiber sowie ein Schlüsselanhänger enthalten. Sehr schick.
Modellfotos: kr
Von links nach rechts: Eine Werbetafel, die jeder Teilnehmer als Erinnerung an das Sammlertreffen erhielt, ein Unimog U 406 vom Unimog-Archiv von Ralf Maile, den der Verfasser nach hartem Bietergefecht letztendlich ersteigern konnte, das Geschenk der Veranstalter für jeden Teilnehmer (das Einzelfoto zeigt den tollen Inhalt, der sich unter dem Podesteinleger versteckt) und der Gewinn für den dritten Platz beim Wiking-Quiz. Hinweis: bei allen Modellen handelt es sich nicht um originale Wiking-Modelle, sondern um Kombinationen bekannter Bauteile, die unter Mithilfe von Michi Bloeßl vom Kleinen Wiking-Laden entstanden.
Jürgen Klasmeier von Lechtoys stellte dieses attraktive Bundesgrenzschutz-Set zusammen und bot es den Teilnehmern an. 46 Exemplare: Das ist eine wahrlich elitäre Angelegenheit!
Eine kleine Auswahl von Dioramen, die auf dem Treffen präsentiert wurden. Sie beweisen, dass Wiking-Modelle nicht nur in Vitrinen gezeigt werden können.
Und hier einige Eindrücke aus dem Museum, sozusagen als Appetizer, um das schöne und interessante Museum einmal selbst zu besuchen.